Keine Mehrheit für Schwarz-Gelb.

Rekord-Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl der Unter-18-Jährigen. Über 127.000 junge Menschen haben am letzten Freitag abgestimmt, 2,5 mal so viele wie 2005.

Darüber können sich auch CDU/CSU und FDP freuen, über das Wahlergebnis hingegen nicht: Zusammen kommen sie nur auf 26,95% der Stimmen.

Die sogenannten Volksparteien verlieren bei den jungen Menschen an Zugkraft - noch mehr als bei den Erwachsenen. Denn auch die SPD verliert gegenüber der U18-Wahl von 2005 über 18% und landet 2009 bei mageren 20,45%. Damit ist die SPD zwar stärkste Partei, echte Wahlsieger sehen jedoch anders aus. Auf Augenhöhe mit der SPD landen DIE GRÜNEN, sie legen über 6% zu. Ginge es nach den jungen Wählern, wären neben SPD, DIE GRÜNEN, CDU/CSU und FDP auch DIE LINKE, DIE PIRATEN und DIE TIERSCHUTZPARTEI im Bundestag.

Das genaue Wahlergebnis der 127.208 Mädchen und Jungen sieht so aus:

  • SPD: 20,45%
  • GRÜNE: 20%
  • CDU/CSU: 19,35%
  • Linke: 10,35%
  • Piraten: 8,7%
  • FDP: 7,6%
  • Die Tierschutzpartei: 5,19%

Was die Parteien und Politikerinnen wie Dr. Ursula von der Leyen oder Andrea Nahles zur U18-Wahl sagen, können Sie hier nachlesen. Candida Splett, Sprecherin des Netzwerks U18, sieht in der hohen Wahlbeteiligung auch eine Botschaft an die Erwachsenen: “Wer Kinder und Jugendliche frühzeitig mitreden und mitbestimmen lässt, muss nicht fürchten, dass sie politikverdrossen werden.“

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